Was «20 Freispiele ohne Einzahlung» in der Schweiz tatsächlich bedeutet
Stand der Daten: 30 September 2026; abgeglichen gegen das Verzeichnis der ESBK (Eidgenoessische Spielbankenkommission) und gegen die Zahlungs- und Bonusbedingungen der zehn bewilligten Online-Spielbanken.

Wer nach «20 Freispiele ohne Einzahlung» sucht, will zunaechst wissen, ob es das überhaupt gibt — und was es kostet, wenn ja. In der Schweiz lautet die kurze Antwort: ohne Einzahlung ist im bewilligten Markt selten, und wo ein Bonus ohne Einzahlung beworben wird, steht dahinter fast immer eine auslaendische Marke, die in der Schweiz nicht bewilligt ist. Die zehn Online-Spielbanken, die hier überhaupt spielen dürfen, sind allesamt die digitale Verlaengerung einer landbasierten Spielbank, und ihre Neukundenpakete sind in der Regel an eine erste Einzahlung gebunden. Wer das versteht, bevor er auf einen Werbebanner klickt, spart sich die zweite.
Die Reihenfolge dieser Seite ist nicht zufaellig. Sie beginnt dort, wo ein Leser am ehesten einen Fehler macht — beim Spielerschutz und bei den Bedingungen, die ein Bonus an die eigene Hand hebt — und endet dort, wo die Aufsicht den Rahmen setzt. Dazwischen steht, was die zehn bewilligten Anbieter konkret anbieten, was ein Bonus rechnerisch kostet, und an welchen Stellen der Vergleich anfaengt, sich zu biegen.
Inhaltsverzeichnis
- Spielerschutz und Spielsperre: was der Schweizer Rahmen vorschreibt
- Freispiele und Bonusbedingungen: wie das «gratis» wirklich funktioniert
- Die zehn bewilligten Online-Spielbanken im Vergleich
- Funktionsweise von Freispiel-Aktionen: vom Klick zur Auszahlung
- Anbieter im Detail: zehn Marken, zehn Profile
- Wer 20 Freispiele ohne Einzahlung in der Schweiz wirklich findet
- Rechtslage und Aufsicht: was der Schweizer Rahmen erlaubt und was nicht
- Häufig gestellte Fragen
Spielerschutz und Spielsperre: was der Schweizer Rahmen vorschreibt
Bevor von «20 Freispielen» die Rede ist, muss klar sein, in welchem Schutzrahmen in der Schweiz überhaupt gespielt wird. Das Geldspielgesetz (BGS), in Kraft seit dem 1. Januar 2019, verlangt von jeder bewilligten Spielbank ein sogenanntes Sozialkonzept, und dieses Sozialkonzept ist nicht Papier — es schreibt den Anbietern konkret vor, wie sie mit Spielenden umgehen, die viel oder mit hohen Betraegen spielen. Konkret heisst das: Wer häufig spielt oder hohe Einsaetze taetigt, muss den Anbietern auf Verlangen einen Nachweis der persoenlichen finanziellen Verhaeltnisse vorlegen. Wer diesen Nachweis nicht erbringt oder dessen finanzielle Verhaeltnisse nicht ausreichen, wird gesperrt.
Diese Regelung greift, bevor ein Schaden entsteht. Sie ist nicht dafür gedacht, Spielerinnen und Spieler zu bestrafen, sondern dafür, den Anbieter in die Pflicht zu nehmen, das eigene Angebot an die persoenliche Situation anzupassen. Für die meisten Spielenden bedeutet das in der Praxis: Solange moderate Betraege im Spiel sind und keine Hinweise auf problematisches Spielverhalten vorliegen, wird niemand nach Belegen gefragt. Wer aber die vom Anbieter gesetzten Schwellen überschreitet, muss sich auf die Anfrage einstellen — und auf eine Sperre, falls die Belege ausbleiben.
Die Spielsperre selbst ist die zweite Schutzebene. Sie gilt, sobald sie einmal ausgesprochen wird, für alle konzessionierten Spielbankenspiele in der ganzen Schweiz und seit dem 7. Januar 2025 auch im Fuerstentum Liechtenstein. Wer also bei einem Anbieter gesperrt wird, kann am nächsten Morgen nicht einfach bei einem anderen weiter spielen — die Sperre wird zentral gefuehrt. Eine freiwillige Spielsperre, die auf eigenen Wunsch hin ausgesprochen wird, kann fruehestens nach drei Monaten wieder aufgehoben werden, und auch dann nur, wenn der Grund, der zur Sperre gefuehrt hat, nicht mehr besteht. Wer einmal den Weg in die Sperre geht, geht ihn also nicht probeweise.
Daneben bieten die bewilligten Anbieter eine Reihe weiterer Werkzeuge an, die im Alltag mehr Gewicht haben als die Sperre selbst. Dazu gehoeren Einzahlungslimiten, Verlustlimiten, Sitzungslimiten, Erinnerungsfunktionen zur Reduktion der Spielzeit, ein Selbsttest zur Einschaetzung des eigenen Spielverhaltens und kurzfristige Spielpausen. Eine Spielpause kann je nach Anbieter schon ab 15 Minuten und bis zu sechs Monate gewaehlt werden. Wer eine freiwillige Spielsperre beantragt, muss sich mit einem amtlichen Ausweis identifizieren — Pass, Identitaetskarte, Schweizer Aufenthaltsbewilligung oder Schweizer Fuehrerausweis reichen aus. Anonymes Spielen ist in der Schweiz nicht möglich. Wer das versucht, scheitert schon an der Kontoeroeffnung.
Was das alles mit 20 Freispielen zu tun hat? Mehr, als die Werbung vermuten laesst. Denn ein Bonus, der nicht an eine Einzahlung gebunden ist, wird im bewilligten Markt fast nie als Dauerangebot gefuehrt — er ist entweder eine befristete Aktion oder an Bedingungen geknuepft, die den Spielerschutz ernst nehmen. Wer das Werbeversprechen «gratis spielen» mit dem tatsaechlichen Schutzrahmen abgleicht, sieht schnell, wo der Werbetext aufhoert und die Realitaet anfaengt.
Freispiele und Bonusbedingungen: wie das «gratis» wirklich funktioniert
«20 Freispiele ohne Einzahlung» klingt nach einem Geschenk. In der Mechanik des Online-Casinos ist es zunaechst nichts anderes als eine bestimmte Anzahl vorgegebener Drehungen an einem bestimmten Spielautomaten, deren Einsatzwert vom Anbieter festgelegt wird. Was danach aus den Gewinnen wird, entscheidet die Bonusbedingung — und genau dort trennt sich das Werbeversprechen von der Kostenrechnung.
Der erste grosse Unterschied liegt in der Frage, ob die Gewinne aus den Freispielen direkt auszahlbar sind oder ob sie zuerst umgesetzt werden müssen. Im bewilligten Schweizer Markt ist die häufigere Variante die zweite: Die Gewinne aus Freispielen unterliegen einer Umsatzbedingung, das heisst, sie müssen mehrfach durchgespielt werden, bevor eine Auszahlung möglich wird. Wie oft umgesetzt werden muss, schreibt jeder Anbieter in seinen Bonusbedingungen fest — und genau diese Zahl ist der Hebel, an dem die Kostenrechnung kippt.
Der zweite Hebel ist die Gültigkeitsfrist. Freispiele, die nicht innerhalb einer bestimmten Frist nach Erhalt genutzt werden, verfallen. Im bewilligten Markt sind 72 Stunden bis sieben Tage ueblich. Wer in dieser Frist nicht aktiv wird, hat am Ende einen Posten auf der Abrechnung, der wertlos geworden ist — und der eigene Einsatz, der waere nötig gewesen, um den Bonus freizuspielen, steht nicht zur Verfuegung, weil gar kein eigenes Geld im Spiel war.
Der dritte Hebel schliesslich ist die Spielauswahl. Freispiele sind in der Regel nicht an jedem Automaten einloesbar, sondern nur an ausgewaehlten Spielen. Das schraenkt die Wahl des Spielenden deutlich ein und kann den erwarteten Auszahlungswert des Bonus senken, wenn die ausgewaehlten Spiele eine niedrigere Auszahlungsquote haben als das uebrige Portfolio.
In der Schweiz kommt eine vierte Bedingung hinzu, die in der Werbung meist fehlt: Wer in einem bewilligten Casino spielt, hat die Pflicht, sich vollstaendig zu identifizieren. Die Anbieter verlangen einen amtlichen Ausweis und pruefen ihn. Wer eine Auszahlung beantragt, muss zusätzlich einen Schweizer Bank- oder Postkonto auf den eigenen Namen vorweisen; Auszahlungen auf Kreditkarten oder Dienste wie Revolut sind ausgeschlossen. Das ist kein Bonusthema im engeren Sinn, aber es ist der Grund, warum ein «gratis»-Bonus in der Schweiz nie wirklich anonym eingestrichen werden kann.
Wie viel ein Bonus tatsächlich kostet: eine Rechnung in Bandbreiten
Eine Umsatzbedingung ist die häufigste Klausel in Schweizer Bonusbedingungen — und gleichzeitig die, deren Kostenwirkung am leichtesten übersehen wird. Wer einen Bonus von CHF 300.- zu 35x umsetzen muss, spielt nicht CHF 300.- durch, sondern CHF 300.- × 35 = CHF 10’500.- an Einsatzvolumen, bevor der Bonus auszahlbar wird. Setzt man dafür einen typischen Slot-Einsatz von CHF 0.50 an, ergeben sich rund 21’000 Spins; bei einem 5-Sekunden-Intervall sind das etwa 29 Stunden reines Spielen innerhalb der Frist.
Die Rechnung aendert sich mit jeder Vorgabe. Bei einem Bonus von CHF 300.- zu 30x liegt der erforderliche Umsatz bei CHF 9’000.-, bei 35x bei CHF 10’500.-. Bei einem hoeheren Bonus von CHF 700.- zu 30x sind es CHF 21’000.-. Die Bandbreite, in der sich die bewilligten Anbieter mit ihren Standardangeboten bewegen, reicht von etwa CHF 9’000.- bis CHF 21’000.- erforderlichem Einsatz für die häufigsten Neukundenboni — und das ist nur die untere Grenze, weil Tischspiele in der Regel mit einem vielfach hoeheren Faktor umgesetzt werden müssen als Spielautomaten, teils bis zum 300-fachen. Wer also plant, einen Bonus mit Blackjack oder Roulette freizuspielen, sieht sich einer Vervielfachung gegenueber, die das Angebot wirtschaftlich uninteressant macht.
Die Rechnung zeigt zweierlei. Erstens: Ein Bonus, der mit einem geringen Eigenanteil beworben wird, bindet den Spielenden für viele Stunden an einen Anbieter. Zweitens: Wer die Umsatzfrist verstreichen laesst, verliert sowohl den Bonus als auch die bereits damit erzielten Gewinne. Wer beides vermeiden will, plant entweder sehr realistisch oder liest die Bedingungen, bevor er spielt.
Was eine 20-Spins-Aktion ohne Einzahlung von einem Einzahlungsbonus unterscheidet
In der Schweizer Werbung sind zwei Angebotsformen zu unterscheiden, die beide gelegentlich als «20 Freispiele» verkauft werden. Die eine Form ist der Freispiele-Block, der als eigenstaendige Aktion ohne Einzahlung verlaengt wird — er ist im bewilligten Markt selten und an enge Bedingungen geknuepft. Die andere Form ist der Freispiele-Block als Teil eines Einzahlungsbonus, bei dem die Spins erst nach einer qualifizierenden Einzahlung gutgeschrieben werden. Beide Formen tragen dasselbe Etikett, aber nur eine davon ist tatsächlich «ohne Einzahlung».
Die zweite Form dominiert im bewilligten Markt. Das typische Muster: Die Spins sind an eine Mindesteinzahlung gebunden, sie sind nur auf ausgewaehlten Spielen einloesbar, sie haben eine kurze Gültigkeitsfrist, und ihre Gewinne unterliegen einer eigenen Umsatzregel oder werden in einen Bonus umgewandelt, der wiederum umgesetzt werden muss. Was als «gratis Spins» beworben wird, ist in der Mechanik oft eine Anzahl von Gratisdrehungen auf Kosten des Anbieters, deren Ertrag unter denselben Bedingungen steht wie jeder andere Bonus.
Die ehrliche Frage ist also nicht «wo gibt es 20 Freispiele ohne Einzahlung in der Schweiz», sondern «welcher Schweizer Anbieter gewaehrt 20 Spins unter welchen Bedingungen, und was muss dafür eingesetzt werden». Im bewilligten Markt ist die Antwort auf die erste Frage fast immer: kein Anbieter dauerhaft; auf die zweite Frage lautet die Antwort je nach Anbieter sehr unterschiedlich — und genau deshalb lohnt der Vergleich.
Die zehn bewilligten Online-Spielbanken im Vergleich
Der Schweizer Online-Markt ist geschlossen. Das BGS erlaubt es ausschliesslich landbasierten Spielbanken mit einer eidgenoessischen Konzession, ihre Marke auch online zu fuehren — als Verlaengerung der stationaeren Bewilligung, nicht als eigenstaendige Online-Lizenz. Auslaendische Marken können in der Schweiz nicht bewilligt werden und werden, wo sie Spielenden in der Schweiz dennoch Geldspiele anbieten, auf die nationale Sperrliste gesetzt und auf DNS-Ebene geblockt. Was als «Online-Casino Schweiz» beworben wird, ist also fast immer eine dieser zehn Marken oder eine Seite, die in der Schweiz nicht bewilligt ist.
Die folgende Uebersicht zeigt die zehn bewilligten Marken in der Reihenfolge des ESBK-Verzeichnisses vom 17. März 2026, jeweils mit der landbasierten Spielbank, von der die Online-Konzession abgeleitet ist, dem Datum der Online-Aufnahme und einer Spalte zum Stand der beworbenen 20-Freispiele-Aktion ohne Einzahlung. Diese Spalte ist für alle zehn Marken bewusst leer: Im bewilligten Markt ist eine 20-Spins-Aktion ohne Einzahlung als Dauerangebot nirgends ausgewiesen. Die einzige Form, in der Spins ohne Einzahlung in der Schweizer Werbung auftauchen, sind befristete Promo-Aktionen, deren Konditionen nicht offen ausgewiesen sind und die in keinem der öffentlichen Bedingungswerke der zehn Marken als Standardangebot gefuehrt werden.
| Anbieter | Landbasierte Spielbank dahinter | Online seit | 20 Freispiele ohne Einzahlung |
|---|---|---|---|
| 7melons | Grand Casino Bern | 15.09.2020 | — |
| Pasino.ch | Casino Meyrin | 16.11.2020 | — |
| Casino777.ch | Casino Davos | 09.09.2019 | — |
| Mycasino.ch | Grand Casino Luzern | 22.08.2019 | — |
| Swisscasinos | Casino Pfäffikon | 02.09.2019 | — |
| Admiral.ch | Casino Mendrisio | 16.07.2025 | — |
| Casineo | Casino Locarno | 17.03.2026 | — |
| Swiss4Win | Casino Lugano | 01.03.2021 | — |
| Jackpots.ch | Grand Casino Baden | 05.07.2019 | — |
| StarVegas | Casino Interlaken | 24.02.2020 | — |
Die Spalte «Online seit» zeigt, dass die zehn Marken sehr unterschiedlich lange am Markt sind. Jackpots.ch, Swisscasinos und Casino777.ch gehoeren zu den aeltesten Online-Auftritten und haben ihre Mechaniken seit Jahren eingeschliffen; Admiral.ch und Casineo sind erst 2025 und 2026 dazugekommen und bauen ihr Angebot noch auf. Für die Frage nach einem Bonus ohne Einzahlung ist die Marktzeit aber nachrangig — entscheidend ist, ob das Sozialkonzept des Anbieters eine solche Aktion überhaupt zulaesst.
Was die Tabelle nicht zeigt
Die Tabelle verschweigt drei Dinge, die für die Kostenrechnung entscheidend sind, in der Werbung aber oft zwischen den Zeilen stehen.
Erstens: Wer in einem bewilligten Casino spielt, spielt nicht «gratis». Auch wenn einzelne Spins ohne Einzahlung gewaehrt werden, ist der Anbieter verpflichtet, einen Nachweis der finanziellen Verhaeltnisse einzufordern, sobald Einsatzhoehe oder Spielhaeufigkeit eine Schwelle überschreiten. Ein Bonus ohne Einzahlung aendert daran nichts — er verschiebt lediglich den Punkt, an dem die Anfrage kommt.
Zweitens: Die Spins, die als «gratis» beworben werden, sind in der Regel nicht beliebig einsetzbar. Sie sind an ausgewaehlte Spiele gebunden, ihre Gewinne unterliegen eigenen Fristen, und die Spielauswahl selbst kann den statistischen Erwartungswert senken, weil sie den Spielenden auf Titel mit oft niedrigerer Auszahlungsquote zwingt. Wer die Spins auf einem Spiel mit 96 Prozent Auszahlungsquote spielt, hat einen anderen Erwartungswert als auf einem Spiel mit 92 Prozent — und genau das ist der stille Hebel im «gratis»-Versprechen.
Drittens: Wer aus einem Bonus etwas auszahlen will, braucht ein Schweizer Bank- oder Postkonto auf den eigenen Namen. Kreditkarten und Revolut sind ausgeschlossen. Bei Jackpots.ch etwa benoetigt eine Banküberweisung zusätzlich ein bis zwei Werktage, bis der Betrag auf dem Spielkonto verfuegbar ist. Wer also plant, einen Gewinn sofort auf eine andere Zahlungsmethode weiterzuleiten, stoesst an den Rahmen des Bewilligungsrechts.
Was die Werbung nicht offen ausweist
Die zehn Marken bewerben ihre Angebote unterschiedlich. Einige fuehren auf der Startseite den Bonus prominent, andere setzen auf Zurückhaltung. Beide Wege sind im Schweizer Rahmen zulaessig — solange die Werbung nicht übertrieben, irrefuehrend oder auf Minderjaehrige und gesperrte Personen ausgerichtet ist, wie es Art. 74 BGS verbietet. Werbung für nicht bewilligte Spiele ist verboten, nicht bewilligte Seiten werden auf die Sperrliste gesetzt. Die Werbung im bewilligten Markt unterliegt damit einer Aufsicht, die in anderen Maerkten so nicht existiert — was die Werbung nicht ausspricht, aber was die Aufsicht tatsächlich verlangt.
Funktionsweise von Freispiel-Aktionen: vom Klick zur Auszahlung
Eine typische Freispiele-Aktion laeuft in vier Schritten ab. Der erste ist die Kontoeroeffnung, die bei jedem bewilligten Anbieter eine vollstaendige Identitaetspruefung einschliesst. Wer hier mit einem gefaelschten Ausweis oder mit den Daten einer anderen Person antritt, scheitert an der Aufsicht — und wo er scheitert, hat er bereits eine persoenliche Spur hinterlassen. Wer hier ehrlich ist, hat den ersten Schritt in etwa zehn bis fünfzehn Minuten erledigt; Anbieter werben mit «in wenigen Minuten spielbereit», aber die vollstaendige Verifikation dauert meist etwas laenger.

Der zweite Schritt ist die Aktivierung der Spins. Liegt die Aktion an einer Einzahlung, wird sie nach der ersten qualifizierenden Einzahlung gutgeschrieben; liegt sie an einer Aktion ohne Einzahlung, wird sie nach der Verifikation oder nach einem bestimmten Ausloeser im Profil gutgeschrieben. Bei Mycasino.ch etwa muss eine Einzahlungsbonus-Aktivierung innerhalb von sieben Tagen nach Registrierung erfolgen, sonst verfaellt sie. Wer in dieser Frist nicht aktiv wird, hat den Anspruch verloren.
Der dritte Schritt ist die Nutzung. Die Spins werden auf ausgewaehlten Spielen gutgeschrieben, jeder Spin hat einen vom Anbieter festgelegten Wert — bei Mycasino.ch sind die 200 Willkommens-Freispiele je CHF 0.10 wert und 72 Stunden nach Erhalt gueltig. Wer in dieser Frist nicht spielt, verliert die Spins. Wer spielt, sieht am Ende einen Gewinn, der in den meisten Faellen in einen Bonus umgewandelt wird, der umgesetzt werden muss.
Der vierte Schritt ist die Auszahlung. Wer den Bonus freigespielt hat, beantragt die Auszahlung auf ein Schweizer Bank- oder Postkonto auf den eigenen Namen. Bei Mycasino.ch dauert eine Auszahlung in der Regel ein bis drei Werktage, wobei Wochentag, Uhrzeit und Bank den genauen Zeitpunkt beeinflussen; bei Jackpots.ch dauert die Banküberweisung ein bis zwei Werktage. Bei kleineren Guthaben unter CHF 10.- gilt eine Besonderheit: Bei Mycasino.ch kann das gesamte Guthaben ausgezahlt werden, auch wenn es unter der Mindestschwelle liegt; bei anderen Anbietern ist die Mindestschwelle hart.
Was die Mechanik nicht offen ausweist, ist die Frage, was schiefgehen kann. Die häufigste Ursache für einen gescheiterten Bonus ist die Frist: Wer die Spins nicht innerhalb ihrer Gueltigkeit nutzt, verliert sie; wer den Bonus nicht innerhalb der Umsatzfrist freispielt, verliert den Bonus. Die zweithaeufigste Ursache ist die Spielauswahl: Wer auf einem Spiel spielt, das nicht teilnimmt, hat den Umsatz nicht erfuellt, auch wenn er viele Spins gemacht hat. Die dritthaeufigste Ursache schliesslich ist die Auszahlungsregel: Wer auf eine Kreditkarte auszahlen will, stoesst auf die in den Bedingungen festgehaltene Beschraenkung.
Anbieter im Detail: zehn Marken, zehn Profile
Die zehn Marken im ESBK-Verzeichnis sind keine Klone. Sie unterscheiden sich in der Spielauswahl, in den Ein- und Auszahlungswegen, in den Bonusstrukturen und in der Art, wie sie ihre Spielerinnen und Spieler an das eigene Angebot binden. Die folgenden Abschnitte beschreiben jede Marke entlang derselben Punkte: Bewilligung, Online-Aufnahme, Zahlungswege, Spielportfolio und das, was im beworbenen Angebot tatsächlich an Kosten entsteht. Die Bewertung am Ende jedes Abschnitts faellt das Urteil, das die Daten hergeben — nicht das Urteil, das die Werbung suggeriert.
7melons — die ruhige Berner Variante
7melons ist die Online-Verlaengerung des Grand Casino Bern und seit dem 15. September 2020 online. Die Marke fuehrt Einzahlungen über TWINT, Visa, Mastercard, Apple Pay, PostFinance und Paysafecard; die Mindesteinzahlung liegt bei CHF 10.-, bei PostFinance ist der Hoechstbetrag mit CHF 100’000.- angegeben. Wer mit TWINT einzahlt, sieht die Gutschrift sofort; wer eine Auszahlung anstoesst, geht den ueblichen Weg über das eigene Bankkonto.
7melons ist nicht die Marke mit dem lautesten Werbeauftritt, aber eine mit klarer Struktur. Wer hier spielt, weiss in der Regel, was er bekommt. Eine 20-Freispiele-Aktion ohne Einzahlung ist auf der öffentlichen Webseite nicht ausgewiesen — das heisst nicht, dass es sie nicht gibt, aber sie ist kein Standardangebot, auf das sich ein Werbeversprechen stuetzen liesse. Fazit: Solide, schweizweit bewilligt, für Spielende, die auf Bestand statt auf Aktionen setzen.
Pasino.ch — breit aufgestellt, nahe an der Romandie
Pasino.ch gehoert zum Casino Meyrin und ist seit dem 16. November 2020 online. Die Marke akzeptiert Twint, Apple Pay, Visa und Mastercard, PostFinance, paysafecard, Neteller und Skrill sowie Banküberweisungen; die Mindesteinzahlung liegt bei CHF 10.-, der Mindestbetrag für eine Auszahlung ist mit CHF 0.01 auffaellig niedrig angesetzt. Wer hier spielt, hat mehr Zahlungswege als bei vielen Konkurrenten.
Die breite Zahlungspalette ist das deutlichste Unterscheidungsmerkmal. Wer mit Neteller oder Skrill auszahlen will, hat hier eine der wenigen Optionen im bewilligten Markt. Allerdings bleibt die Grundregel: Die Auszahlung erfolgt auf das eigene Schweizer Bank- oder Postkonto; alternative Auszahlungsdienste sind im bewilligten Markt nicht zulaessig. Die breite Palette betrifft also nur die Einzahlungsseite. Fazit: Wer auf Zahlungsvielfalt bei Einzahlungen Wert legt, findet hier eine der umfangreichsten Listen im bewilligten Markt; bei den Auszahlungen bleibt es bei der Bankverbindung.
Casino777.ch — der Davoser Klassiker ohne Einzahlungsgebühren
Casino777.ch ist die Online-Verlaengerung des Casino Davos und seit dem 9. September 2019 online. Die Marke wirbt explizit damit, für Einzahlungen über Visa, Mastercard, TWINT, Apple Pay, Paysafecard, PostFinance Card und Banküberweisung keine Gebuehren zu erheben. Das ist im bewilligten Markt nicht selbstverstaendlich — wer bei anderen Anbietern mit kleinen Betraegen einzahlt, kann durchaus auf eine prozentuale Gebuehr stossen, auch wenn die meisten Marken heute gebuehrfrei einzahlen.
Casino777.ch hat sich in der Schweizer Online-Landschaft als Anbieter mit klaren Bedingungen positioniert. Eine 20-Freispiele-Aktion ohne Einzahlung als Dauerangebot ist nicht ausgewiesen; die Marke setzt auf Einzahlungsboni mit klaren Umsatzregeln. Fazit: Wer ohne Einzahlungsgebühren spielen will, hat hier eine der saubersten Konstruktionen im bewilligten Markt; ein gratis Spins-Versprechen findet sich aber auch hier nicht als Standard.
Mycasino.ch — Luzern mit über 3’000 Spielen
Mycasino.ch gehoert zum Grand Casino Luzern und ist seit dem 22. August 2019 online. Die Marke wirbt mit über 3’000 Spielen, das Live-Casino wird unter anderem von Pragmatic Play, Hacksaw Gaming, Greentube und Evolution Gaming beliefert. Bei Ein- und Auszahlungen werden keine Gebuehren erhoben, die Mindestauszahlung liegt bei CHF 10.- (darunter kann das volle Guthaben ausgezahlt werden), Auszahlungen dauern in der Regel ein bis drei Werktage.
Der Bonus bei Mycasino.ch ist im bewilligten Markt einer der klar dokumentierten: 100 Prozent auf die erste Einzahlung bis CHF 300.-, zusätzlich 200 Freispiele, Aktivierung innerhalb von sieben Tagen, Mindesteinzahlung CHF 10.-. Der Bonus muss innerhalb von 30 Tagen 35-fach umgesetzt werden. Die 200 Freispiele sind je CHF 0.10 wert, unterliegen keiner Umsatzbedingung und sind 72 Stunden nach Erhalt gueltig. Wer die Spins nicht in dieser Frist nutzt, verliert sie; wer sie nutzt, sieht die Gewinne als Echtgeld-Guthaben — was im bewilligten Markt nicht selbstverstaendlich ist. Fazit: Wer die Spielauswahl und ein klar dokumentiertes Willkommenspaket schaetzt, findet hier das transparenteste Angebot; das Spins-Angebot ist an eine Einzahlung gebunden, nicht «gratis».
Swisscasinos (Swisscasinos.ch) — Pfäffikon mit breiter Kartenpalette
Swisscasinos.ch gehoert zur Swiss Casinos Gruppe und zum Casino Pfäffikon, online seit dem 2. September 2019. Die Marke akzeptiert Kreditkarten — Visa, Mastercard, Diners Club und Discover —, TWINT, Apple Pay, PostFinance inklusive E-Finance, paysafecard und Banküberweisung. Die Kartenpalette ist die breiteste im bewilligten Markt; wer mit Diners oder Discover einzahlen will, hat hier eine der wenigen Optionen.
Die breite Kartenpalette ist nicht der einzige Unterschied. Swisscasinos.ch setzt auf einen konservativen Auftritt mit klar dokumentierten Werkzeugen zum Spielerschutz. Eine 20-Freispiele-Aktion ohne Einzahlung ist als Dauerangebot nicht ausgewiesen. Fazit: Wer auf eine breite Kartenauswahl angewiesen ist, findet hier eine der wenigen bewilligten Adressen; von «Gratis-Spins» ohne Einzahlung als dauerhaftem Angebot ist hingegen auch hier nichts bekannt.
Admiral.ch — Mendrisio, der Neue
Admiral.ch ist die juengste Erweiterung im Feld: Online-Verlaengerung des Casino Mendrisio, seit dem 16. Juli 2025 online. Die Marke akzeptiert für Ein- und Auszahlungen Visa und Mastercard, Skrill, Neteller, Paysafecard, Apple Pay und Twint. Die breite E-Wallet-Liste ist im bewilligten Markt auffaellig, weil viele Konkurrenten auf TWINT, PostFinance und Karten setzen.
Die kurze Marktzeit schraenkt die Bewertung ein. Wer hier spielt, ist in einer Marke unterwegs, die noch im Aufbau ist. Das bedeutet nicht, dass das Angebot schwaecher ist — die Bewilligung steht, das Sozialkonzept ist verpflichtend — aber die Spielauswahl und die Bonusstrukturen werden sich in den nächsten Monaten weiterentwickeln. Fazit: Für E-Wallet-affine Spielende ist Admiral.ch eine der wenigen bewilligten Optionen; eine 20-Freispiele-Aktion ohne Einzahlung ist als Standard nicht ausgewiesen.
Casineo (Casineo.ch) — Locarno, der Juengste
Casineo.ch gehoert zum Casino Locarno und ist seit dem 17. März 2026 online — die juengste Marke im Feld. Die Mindesteinzahlung für alle Methoden liegt bei CHF 10.-, zu den Zahlungsmethoden gehoeren TWINT, Kreditkarten und PostFinance. Wer hier spielt, ist in einer Marke unterwegs, die ihre Mechaniken noch aufbaut.
Die Marktzeit von unter einem Jahr macht eine belastbare Einschaetzung schwierig. Was sich bereits zeigt, ist die Einhaltung des Mindeststandards: TWINT, Karten, PostFinance als bewilligte Zahlungswege, Mindesteinzahlung CHF 10.-. Fazit: Die Plattform ist noch im Aufbau; wer hier spielt, trifft auf den Standard-Sicherheitsrahmen, findet aber kein permanentes Angebot für Gratis-Spins vor.
Swiss4Win (Swiss4win.ch) — Lugano, mit TWINT im Mittelpunkt
Swiss4Win.ch ist die Online-Verlaengerung des Casino Lugano und seit dem 1. März 2021 online. Die Marke wirbt mit TWINT-Einzahlungen ab CHF 10.- ohne Zusatzgebuehren und mit sofortiger Gutschrift nach Bestaetigung in der TWINT-App. Das ist im bewilligten Markt inzwischen Standard, aber Swiss4Win hat es frueh auf die eigene Webseite gesetzt.
Die Positionierung ist klar: Wer in der Romandie und im Tessin zu Hause ist und mit TWINT einzahlt, hat hier einen Anbieter mit italienischsprachigem Stamm und schneller TWINT-Integration. Fazit: Klare TWINT-Integration, italienischsprachiger Hintergrund; ein 20-Spins-Versprechen ohne Einzahlung ist nicht ausgewiesen.
Jackpots.ch — Baden, mit dem grössten Willkommenspaket
Jackpots.ch ist die Online-Verlaengerung des Grand Casino Baden und seit dem 5. Juli 2019 online — eine der aeltesten Marken im Feld. Das Willkommenspaket ist das umfangreichste im bewilligten Markt: bis zu CHF 2’200.- Bonus auf die ersten vier Einzahlungen plus 200 Freespins, wobei die erste Einzahlung zu 100 Prozent bis CHF 700.- verdoppelt wird. Die Freespins werden ab einer Mindesteinzahlung von CHF 100.- vergeben und sind nur auf ausgewaehlten Spielen einloesbar. Die Umsatzbedingung betraegt das 30-Fache des Bonusbetrags bei Spielautomaten und das 300-Fache bei Tischspielen, umzusetzen innerhalb eines Monats.
Die Mechanik ist klar — und genau deshalb ist sie das beste Beispiel für die Kostenrechnung, die diese Seite anfaenglich aufgemacht hat. Wer das volle Willkommenspaket mitnimmt, sieht sich am Ende mit einem erforderlichen Einsatz von etwa CHF 21’000.- für den hoechsten Einzahlungsbonus und einer langen Liste von Bedingungen konfrontiert, die jeder für sich genommen harmlos klingen und in der Summe eine betraechtliche Bindung an den Anbieter bedeuten. Das Spielportfolio umfasst über 2’500 Spiele, das Live-Casino wird unter anderem von Evolution und Pragmatic Play beliefert.
Auszahlungen erfolgen ausschliesslich auf ein Schweizer Bank- oder Postkonto auf den eigenen Namen; Auszahlungen auf Kreditkarte oder Revolut sind ausgeschlossen. Die Banküberweisung ist die langsamste Auszahlungsmethode und benoetigt ein bis zwei Werktage. TWINT-Einzahlungen sind gebuehrfrei und werden sofort verarbeitet. Der Anbieter erlaubt Einzahlungslimiten für selbst gewaehlte Zeiträume — ein woechentliches Limit von CHF 50.- ist als Beispiel genannt — sowie Spielpausen zwischen 15 Minuten und sechs Monaten, wahlweise für alle Angebote oder nur für ausgewaehlte Spielkategorien.
Fazit: Das grösste Willkommenspaket im bewilligten Markt — und genau deshalb das teuerste, gemessen am erforderlichen Umsatz. Wer hier spielt, sollte die Bonusbedingungen lesen, bevor er einzahlt.
StarVegas (Starvegas.ch) — Interlaken, mit der breitesten E-Wallet-Liste
StarVegas.ch gehoert zum Casino Interlaken und ist seit dem 24. Februar 2020 online. Die Marke akzeptiert VISA und Mastercard, TWINT, Skrill und Neteller, Apple Pay, PostFinance, Aircash Abon und paysafecard. Die Mindesteinzahlung liegt bei CHF 10.-. Die breite E-Wallet-Liste — Skrill, Neteller, Aircash Abon — ist im bewilligten Markt auffaellig und macht die Marke für Spielende interessant, die mit E-Wallets einzahlen.
Fazit: Breite E-Wallet-Liste, Mindesteinzahlung CHF 10.-, klar bernisch-interlakischer Hintergrund; ein 20-Spins-Versprechen ohne Einzahlung ist nicht ausgewiesen.
Wer 20 Freispiele ohne Einzahlung in der Schweiz wirklich findet
Wer die Werbung nach «20 Freispiele ohne Einzahlung» in der Schweiz sucht, stoesst auf zwei Sorten von Treffern. Die erste Sorte sind die bewilligten Anbieter, deren Willkommenspakete in der Regel an eine Einzahlung gebunden sind und bei denen die Spins ohne Einzahlung nicht als Standard ausgewiesen werden. Die zweite Sorte sind auslaendische Marken, die mit «gratis Spins ohne Einzahlung» werben, in der Schweiz aber nicht bewilligt sind. Sie stehen auf der nationalen Sperrliste, werden auf DNS-Ebene geblockt und bieten Spielenden in der Schweiz keinen Schweizer Schutzrahmen.
Die ehrliche Empfehlung lautet daher nicht, eine bestimmte Marke zu nennen, sondern den Mechanismus zu kennen. Wer ein bewilligtes Schweizer Casino nutzt, bekommt: ein Sozialkonzept, das auf seine persoenliche Situation reagiert; eine Spielsperre, die in der ganzen Schweiz gilt; Auszahlungen auf ein eigenes Bank- oder Postkonto; klare Bonusbedingungen, die vor dem Einzahlen einsehbar sind. Wer eine auslaendische Marke nutzt, bekommt: einen Bonus, der ohne Einzahlung beworben wird; keine schweizerische Aufsicht; keine Garantie, dass eine Auszahlung überhaupt erfolgt; eine Sperre, die nur für diese Marke gilt; und das Risiko, dass die Seite auf der Sperrliste landet, sobald die Aufsicht nachzieht.
Die Kostenrechnung, die diese Seite anfaenglich aufgemacht hat, hat damit zwei Enden. Am einen Ende steht der Bonus, der ohne Einzahlung beworben wird und dessen Werbeversprechen im bewilligten Markt nicht eingeloest wird. Am anderen Ende steht der Bonus, der mit einer Einzahlung verbunden ist und dessen Kostenwirkung erst sichtbar wird, wenn man die Umsatzbedingung gegen den eigenen Zeitaufwand rechnet. Beide Enden gehoeren zur selben Frage: Was kostet das Angebot den Spielenden wirklich — an Geld, an Zeit, an Selbstbestimmung über das eigene Spielverhalten.
Rechtslage und Aufsicht: was der Schweizer Rahmen erlaubt und was nicht
Die Aufsicht über Online-Spielbanken in der Schweiz liegt bei der Eidgenoessischen Spielbankenkommission (ESBK). Sie ist die Bundesbehoerde, die sowohl die stationaeren Spielbanken als auch deren Online-Verlaengerungen bewilligt und beaufsichtigt. Für Lotterien und Sportwetten ist die Gespa zustaendig (bis 2020 als Comlot firmierend). Die rechtliche Grundlage ist das Geldspielgesetz (BGS), in Kraft seit dem 1. Januar 2019.

Was das BGS für Online-Spielbanken vorsieht, ist klar und eng: Es gibt keine eigenstaendige Online-Lizenz. Nur eine landbasierte Spielbank mit einer eidgenoessischen Konzession darf ihre Marke auch online fuehren, als Verlaengerung der stationaeren Bewilligung. Stand März 2026 sind das die zehn Marken, die auf der vorherigen Vergleichsseite stehen. Auslaendische Marken können in der Schweiz nicht bewilligt werden — und wer ihnen trotzdem Schweizer Spielende zuspielt, macht sich strafbar.
Die Werbung für Geldspiele unterliegt Art. 74 BGS. Werbung darf nicht aufdringlich oder irrefuehrend sein, sie darf sich nicht an Minderjaehrige oder gesperrte Personen richten, und Werbung für nicht bewilligte Spiele ist verboten. Eine feste Begruesse auf Bonusbetraege sieht das BGS nicht vor. Die zehn bewilligten Anbieter entscheiden selbst, wie hoch ihr Willkommenspaket ausfaellt — die Aufsicht begrenzt lediglich, wie geworben werden darf.
Was das für die Frage nach 20 Freispielen ohne Einzahlung bedeutet: Die Werbung ist im bewilligten Markt enger reguliert als in vielen anderen Maerkten. Eine Aktion, die ohne Einzahlung beworben wird, ist im bewilligten Markt eine Ausnahme, keine Regel. Wer eine Aktion sieht, die «gratis Spins ohne Einzahlung» verspricht und nicht zu einer der zehn bewilligten Marken gehoert, hat eine Seite vor sich, die in der Schweiz nicht bewilligt ist.
Was passiert, wenn die Aufsicht eine Seite sperrt
Das BGS sieht in Art. 86 die Möglichkeit vor, nicht bewilligte Seiten auf die nationale Sperrliste zu setzen und auf DNS-Ebene zu blocken. Für Spielende bedeutet das: Die Seite ist in der Schweiz nicht erreichbar, und wer sie über einen anderen Weg erreicht, hat dennoch keinen Anspruch auf Schweizer Schutz. Die ESBK stellt in solchen Faellen klar, dass Spielende nicht verfolgt werden, aber auf eigenes Risiko spielen — die Sperre gilt nur für die Schweizer Aufsicht, nicht für die Verfuegbarkeit der Seite selbst.
Diese Klarstellung ist wichtig, weil sie die Verantwortung dorthin schiebt, wo sie hingehoert: zum Anbieter, nicht zum Spielenden. Wer in der Schweiz spielt, kann sich darauf verlassen, dass eine bewilligte Marke den Schweizer Rahmen einhaelt. Wer auf einer nicht bewilligten Seite spielt, tut dies bewusst und ohne den Schutz des Schweizer Rechts — was am Ende bedeutet, dass eine Auszahlung, die ausbleibt, nicht eingeklagt werden kann.
Steuerliche Lage für Gewinne aus bewilligten Casinos
Die steuerliche Seite ist im Geldspielgesetz nicht abschliessend geregelt; sie folgt aus dem Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer (DBG). Gewinne aus bewilligten Schweizer Online-Casinos sind demnach bis zur Schwelle von CHF 1’000’000.- steuerfrei (indexiert, etwa CHF 1.07 Mio. für 2026); darueber werden 35 Prozent Verrechnungssteuer auf den Mehrbetrag faellig (Art. 24 lit. ibis DBG). Gewinne aus nicht bewilligten oder auslaendischen Anbietern sind ab dem ersten Franken steuerpflichtig.
Die Faustregel ist also: Wer auf einer bewilligten Seite spielt und unter der Schwelle bleibt, hat mit dem Finanzamt nichts zu tun. Wer über der Schwelle liegt, sollte mit einem Steuerberater sprechen — nicht, weil die Lage kompliziert ist, sondern weil der Betrag es wert ist. Wer auf einer nicht bewilligten Seite spielt, muss jeden Gewinn deklarieren, auch kleine Betraege, und hat zusätzlich das Risiko, dass die Auszahlung überhaupt nicht erfolgt.
Häufig gestellte Fragen
Welche Spielautomaten bieten in der Schweiz 20 Freispiele an?
In den bewilligten Online-Spielbanken sind 20 Freispiele als Standardaktion ohne Einzahlung nirgends ausgewiesen. Wer Spins ohne Einzahlung sieht, findet sie meist im Rahmen einer befristeten Promo-Aktion eines bestimmten Anbieters, die an die Verifikation des Kontos und an die Nutzung innerhalb einer kurzen Frist gebunden ist. Wer Spins mit Einzahlung sucht, findet sie im Willkommenspaket jedes Anbieters, jeweils mit eigener Spielauswahl und Frist.
Welche Top-Slots sind bei einer 20-Freispiele-Aktion ueblich?
Die Spins sind bei allen Anbietern an ausgewaehlte Spiele gebunden, nicht an das gesamte Portfolio. Welche Titel genau teilnehmen, schreibt jeder Anbieter in den Bonusbedingungen fest. Wer die Spins nutzt, sollte dort nachlesen, welche Spiele zugelassen sind und welche Auszahlungsquote sie haben — ein Slot mit niedrigerer Auszahlungsquote reduziert den statistischen Erwartungswert des Bonus.
Ist «20 Freispiele ohne Einzahlung Schweiz» in der Schweiz legal?
Das haengt davon ab, woher das Angebot stammt. In einer der zehn bewilligten Online-Spielbanken ist eine solche Aktion rechtmaessig, sofern sie den Werbevorschriften des BGS entspricht und das Sozialkonzept des Anbieters eingehalten wird. Auf einer auslaendischen, in der Schweiz nicht bewilligten Seite ist das Angebot nicht rechtmaessig — die Seite steht auf der Sperrliste, die Auszahlung ist nicht durch das Schweizer Recht gesichert.
Woran erkenne ich ein von der ESBK bewilligtes Online-Casino?
Die ESBK fuehrt ein Verzeichnis der bewilligten Online-Spielbanken, das regelmaessig aktualisiert wird. Die zehn bewilligten Marken sind ausnahmslos die Online-Verlaengerung einer stationaeren Schweizer Spielbank; jede Marke traegt den Namen einer landbasierten Spielbank, und jede fuehrt einen Schweizer Bank- oder Postkonto-Auszahlungsweg. Wer unsicher ist, ob eine Marke bewilligt ist, prueft das ESBK-Verzeichnis und nicht die Werbung der Seite.
Wie funktioniert eine Spielsperre in der Schweiz?
Eine Spielsperre wird auf Antrag ausgesprochen und gilt für alle konzessionierten Spielbankenspiele in der Schweiz und seit dem 7. Januar 2025 auch in Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre kann fruehestens nach drei Monaten und nur dann aufgehoben werden, wenn der Grund, der zur Sperre gefuehrt hat, nicht mehr besteht. Die Sperre wird zentral gefuehrt; wer bei einem Anbieter gesperrt ist, kann nicht einfach bei einem anderen weiterspielen. Anonyme Sperren sind nicht möglich — die Beantragung verlangt einen amtlichen Ausweis.
Sind Casino-Gewinne in der Schweiz steuerfrei?
Gewinne aus bewilligten Schweizer Online-Casinos sind bis zur Schwelle von rund CHF 1.07 Mio. (2026, indexiert) steuerfrei; darueber fallen 35 Prozent Verrechnungssteuer auf den Mehrbetrag an. Gewinne aus nicht bewilligten oder auslaendischen Anbietern sind ab dem ersten Franken steuerpflichtig. Wer einen Gewinn verbucht, der die Schwelle überschreitet, spricht am besten mit einem Steuerberater — nicht, weil die Lage kompliziert ist, sondern weil der Betrag es wert ist.
Erstellt von der Redaktion von „Casino Kleinbetrag CH”.
